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Kambodscha:
Angkor Centre for Conservation of Biodiversity - a Kingdom of Cambodia/ Goetz-Project

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Ziele dieses Projektes sind der Bau und die längerfristige Betreuung eines Naturschutzzentrums in der Nähe des Weltkulturerbes Angkor Wat. Die Tempelanlagen von Angkor sind international als eines der größten historischen Bauwerke der Welt bekannt. Dank ihrer Berühmtheit und der geographischen Lage ist Angkor eine der Haupt-Touristenattraktionen der Region geworden. Daher ist der Standort für die Errichtung eines Naturschutzzentrums mit Zuchtstation für hochbedrohte Arten hervorragend geeignet. Die geplante Station hat die folgenden vier Hauptziele:

  • Gezielte Erhaltungszucht (und langfristig die Wiederansiedlung bzw. Aufstockung) einzelner hochbedrohter, in Kambodscha vorkommender Tierarten

  • Ausbildung lokaler Naturschützer

  • Information der Touristen

  • naturschutzrelevante (Feld)forschung

ACCB-Projektgelände

Seit August 2001 hält sich der deutsche Biologe Kai-Olaf Krüger gemeinsam mit seiner Freundin, der Tierärztin Isabell Stich, als Projektmanager langfristig in Kambodscha auf, um den Kontakt zu den lokalen Partnern zu intensivieren und den Fortgang des Projektes fachlich zu betreuen. Ein "Memorandum of Agreement" über die Errichtung des 25 ha umfassenden Naturschutzzentrums wurde im Mai 2002 von der kambodschanischen Regierung unterzeichnet und das entsprechende Gelände zur Verfügung gestellt. Im April 2003 erfolgte die Grundsteinlegung.

Seit September 2003 unterstützt die GTZ die Bildungs- und Ausbildungskomponente des Projekts. Mit dieser Hilfe konnte Anfang 2004 mit dem Bau des Schulungszentrums begonnen werden, in dem Seminare und andere Bildungsveranstaltungen für Kinder und Mitarbeiter der Umweltbehörden stattfinden werden. Außerdem wurde ein Imkerei-Projekt begonnen, da Bienenhaltung in Kambodscha fast völlig unbekannt ist, so dass Honig bislang durch das nicht-nachhaltige Abernten ganzer Bienenstöcke inklusive der Brut gewonnen wird.

ACCB-Quarantänestation Im Januar 2004 wurden die bis dahin fertig gestellten Teile des Zentrums in Betrieb genommen. Bislang sind dies ein Wohnhaus und ein Volontärhaus, in denen zurzeit auch Büros, Lagerräume und Futtertierzucht untergebracht sind. Ebenso abgeschlossen ist der Bau des Quarantänegebäudes mit Futterküche und kleiner Tierarztpraxis sowie einzelnen Sektionen zur Unterbringung von Schildkröten, kleineren Säugetieren und Großvögeln.

Die Zusammensetzung des zukünftigen Tierbestandes der Zuchtstation hängt u. a. von der Verfügbarkeit entsprechender Tiere (z. B. durch Beschlagnahmungen) ab. Voraussichtlich werden bei den Säugetieren Kappengibbon (Hylobates pileatus) und Gelbwangen-Schopfgibbon (Nomascus gabriellae), Kleideraffe (Pygatrix nemaeus) und Silberlangur (Trachypithecus cristatus), Siam-Leierhirsch (Cervus eldii siamensis) und Annamitisicher Schweinshirsch (Axis porcinus annamiticus), Annamitisches Pustelschwein (Sus bucculentus) sowie Javanisches Schuppentier (Manis javanica) Einzug ins Zentrum halten. Riesenibis (Pseudibis gigantea) und Weißschulteribis (Pseudibis davisoni) sowie Großer Marabu (Leptoptilos dubius) und Kleiner Adjutant (Leptoptilos javanicus) werden neben Schmalschnabelgeier (Gyps tenuirostris), Bengalgeier (Gyps bengalensis) und Kahlkopfgeier (Sarcogyps calvus) den Schwerpunkt der Bemühungen bei den Vögeln bilden. Außerdem können aber auch Arten wie die Malaeienente (Cairina scutulata), der Ährenträgerpfau (Pavo muticus), der Grau- oder Fleckschnabelpelikan (Pelecanus philippensis) sowie der Saruskranich (Grus antigone sharpii) gehalten werden. In Anbetracht der dramatischen Situation bei den asiatischen Schildkröten werden die in Kambodscha heimischen Schildkrötenarten einen weiteren Schwerpunkt der Bemühungen bilden.

Einen Infoflyer zu dem Projekt können Sie hier herunterladen (715 kb).

Eine Sponsorenbroschüre der Stiftung Artenschutz können Sie hier herunterladen (345 kb).