Jubiläums Video

Newsletter

PayPal Spende

Salvadori-Weißohrsittich (Pyrrhura griseipectus)

Salvadori-Weißohrsittich (Pyrrhura griseipectus)

2.Pyrrhura griseipectus

Der Salvadori-Weißohrsittich wurde früher als Unterart von Pyrrhura leucotis angesehen und 2005 zusammen mit den Formen P. pfrimeri und P. emma als eigene Arten abgesplittet. Er kommt nur in wenigen Waldinseln in Nordostbrasilien vor. Er wird von der IUCN als critically endangered – vom Aussterben bedroht kategorisiert. Holzeinschlag, Fang für den Vogelhandel und Bejagung sind die Ursachen für die Bedrohung. Durch Schutzmaßnahmen, die der Fonds für bedrohte Papageien der ZGAP angestoßen hat konnte sich der Bestand von unter 100 Exemplaren auf nunmehr deutlich über 250 erholen.

Der Fonds für bedrohte Papageien und die Strunden-Papageien-Stiftung finanzieren zusammen mit der Loro Parque Fundacion und dem Chester Zoo und in Zusammenarbeit mit AQUASIS vor Ort ein Programm zum Schutz dieser Papageienart, die zu den seltensten Südamerikas gehört.

Projekttitel

Schutzprogramm für den Salvadori-Weißohrsittich in den Baturité-Bergen in Ceará, Brasilien

Laufzeit

Seit 2007

Projektleiter

Alberto Alves Campos

Focus-Arten

  • Salvadori-Weißohrsittich (Pyrrhura griseipectus)

Projektpartner

  • ZGAP (Fonds für bedrohte Papageien und Strunden-Papageien-Stiftung)
  • Loro Parque Fundacion
  • Chester Zoo

Ziel des Projekts

Schutz des Salvadori-Weißohrsittichs

Erhöhung des Bestands durch künstliche Nisthilfen

Einschränkung und Verhinderung der Wilderei und des Fangs für den illegalen Handels

Projektpartner vor Ort

  • AQUASIS

Projektstatus

läuft

Information der Bevölkerung

Der Salvadori-Weißohrsittich soll als Flaggschiffart für den Schutz der Artenvielfalt in den Baturité-Bergen etabliert werden. Zu diesem Zweck führten die Projektmitarbeiter wieder zahlreiche, unterschiedliche Umweltbildungsmaßnahmen durch, darunter Aktionen in Schulen, die Präsentation einer neuen filmischen Dokumentation zur lokalen Naturschutzarbeit, naturkundliche Führungen und die Teilnahme an Messen, bei denen Einheimische Kunsthandwerk zum Thema Salvadori-Weißohrsittich präsentierten.

Im 2014 eröffneten Besucherzentrum des Schutzprojekts findet sich ein steter Strom Interessierter ein – Einheimische wie auch Touristen. Das Zentrum wird den Projektmitarbeitern in Zukunft neue und erweiterte Umweltbildungsaktionen ermöglichen. Erfreulich ist, dass immer mehr Schulen aus weiter entfernt liegenden Gemeindeverwaltungen die AQUASIS-Lehrprogramme nutzen wollen.

Feldforschung

Nach wie vor ist wenig über die Biologie und Ökologie des Salvadori-Weißohrsittichs bekannt. Daher werden Jungtiere und Altvögel mit Farbringen beringt, damit man sie auch aus großer Entfernung identifizieren kann. Die so gewonnenen Erkenntnisse helfen, das Fortpflanzungsverhalten, zur Habitatnutzung, zu Futterpräferenzen und Auswahl von Ruhe- oder Brutplätzen.

Ein Masterstudent der Staatsuniversität Rio de Janeiro arbeitet derzeit am Thema Fortpflanzungsverhalten der Salvadori-Weißohrsittiche. Gegenstand der Studie sind das elterliche Fürsorgeverhalten und hierbei die Faktoren, welche die Überlebensrate eines Jungvogels beeinflussen. Für diese Untersuchung wurde eine Reihe von Nistkästen mit Videokameras versehen, was auch für die zukünftige Forschungsarbeit des Projektes eine große Hilfe sein wird.

Aussichten

Bisher hat sich der Bestand durch unsere Schutzmaßnahmen fast verdreifacht, die Wilderei ist zurückgegangen und jedes Jahr werden mehr Jungvögel groß.

2014 wurde durch die Feldforschungen eine neue, isolierte Population entdeckt.

AQUASIS und das Schutzprojekt in den Baturité-Bergen erhalten zunehmend Geltung in der lokalen und regionalen Naturschutzpolitik. Hierdurch vermehren sich ihre Möglichkeiten, Einfluss auf naturschutzpolitische Zielsetzungen zu nehmen und die Durchsetzung von Umweltgesetzen und -vorschriften in der Region zu fördern. AQUASIS hält nun einen Sitz im Beirat des Umweltschutzgebiets Baturité- Berge und wurde vom Nationalen Institut für Biodiversität (ICMBio) eingeladen, an der Aktualisierung des Nationalen Aktionsplans für den Erhalt der Caatinga-Vögel mitzuwirken. Der Umweltausschuss des Bundesstaats Ceará schließlich bat um ihre Unterstützung bei der Entwicklung eines Wildtierschutzgebiets in den Baturité-Bergen.

ZGAP Project Code 2.Pyrrhura griseipectus.BRA.2007.SPS+FBP

Links

AQUASIS