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Gelbohrsittich

Der Fonds für bedrohte Papageien

Die ständig wachsende Bedrohung wildlebender Papageienpopulationen und der damit verbundene dramatische Rückgang vieler Arten erfordern mehr denn je intensive und zielgerichtete Schutzmaßnahmen. Freilanduntersuchungen haben ergeben, dass rund 50 Prozent aller Papageienarten bedroht und davon wiederum die Hälfte sehr stark gefährdet sind. Die Hauptgründe hierfür sind die anhaltende Lebensraumzerstörung, wie etwa durch Brandrodung oder Besiedelung, aber auch nach wie vor der internationale Vogelhandel, der immer noch "Wildfänge" anbietet.

Der Fonds für bedrohte Papageien (FONDS) hat die Zielsetzung, Felduntersuchungen und daraus entstehende Schutzmaßnahmen anzuregen und finanziell zu unterstützen. Er legt dabei besonderen Wert auf die Zusammenarbeit mit anderen Artenschutzgruppen und der Bevölkerung der jeweiligen Ursprungsländer, um durch Kooperation und Aufklärung langfristig wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz der bedrohten Arten zu schaffen. Durch Einzelgruppen unkooperativ durchgeführte "Prestige-Projekte" sind nicht im Sinne des FONDS. Sie bringen zwar eine "gute Presse", haben allerdings aufgrund fehlender Abstimmung wenig Nutzen für die bedrohten Papageienarten.

Die Entstehung des FONDS ist in wenigen Worten geschildert. 1989 entstand innerhalb der ZGAP die Projektgruppe Papageienschutz, aus der sich im Oktober 1991 der Fonds für bedrohte Papageien bildete. Das heißt allerdings nicht, dass sich die ZGAP erst seit 1991 mit dem Schutz freilebender Papageien beschäftigt. Sie war zum Beispiel weltweit die erste Organisation, die auf die bedrohliche Situation des Spix-Ara (Cyanopsitta spixii) hingewiesen hat.

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